Kammeraufsicht

Die maßgebende Vorschrift für die Industrie- und Handelskammern ist das Gesetz zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956. Die für die Handwerkskammern maßgebende Vorschrift ist das Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998. Beide Gesetze sind seitdem mehrfach geändert worden.

Die Industrie- und Handelskammern haben vor allem die Aufgabe, das Gesamtinteresse der ihnen zugehörigen Gewerbetreibenden ihres Bezirks wahrzunehmen und für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken, soweit nicht das Handwerk betroffen ist.

Ihnen obliegt es insbesondere, durch Vorschläge, Gutachten und Berichte die Behörden zu unterstützen und zu beraten. Sie können Anlagen und Einrichtungen, die der Förderung der gewerblichen Wirtschaft oder einzelner Gewerbezweige dienen, begründen, unterhalten und unterstützen sowie Maßnahmen zur Förderung und Durchführung der kaufmännischen und gewerblichen Berufsbildung treffen.

Den Handwerkskammern obliegt es, die Interessen des Handwerks zu vertreten und insbesondere zu fördern. Ferner haben sie die Behörden in der Förderung des Handwerks durch Anregungen, Vorschläge und durch Erstattung von Gutachten zu unterstützen und regelmäßig Berichte über die Verhältnisse des Handwerks zu erstatten, die Handwerks- und Lehrlingsrolle zu führen, die Berufsausbildung zu regeln und Prüfungsordnungen für Gesellen, Meister und für die berufliche Fortbildung zu erlassen.