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Online-Konsultation: Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit des Landes Sachsen-Anhalt

Die Online-Konsultation zur Überarbeitung der Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit des Landes Sachsen-Anhalt endete am 14. September 2018. Kommentare können nicht mehr abgegeben werden.

Frage 1.1

23. Mai 2018 - Ziele

Welche Ziele sollte das Land in Bezug auf die Umsetzung der Agenda 2030 in den Entwicklungspolitischen Leitlinien Ihrer Meinung nach setzen? 


9 Kommentare


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Christiane Christoph

14. September 2018

Bekenntnis des Landes zur Mitverantwortung an der Umsetzung der Agenda 2030 und aktive Untersptzung der Umsetzung aller SDG; insbesondere der in den voran gegangen Kommentaren genannten. ALLE Politikbereiche tragen eine Mitverantwortung für Nachhaltige Entwicklung. Alle Maßnahmen müssen, aufeinander abgestimmt, den Zielen einer Nachhaltigen Entwicklungspolitik untergeordnet werden.


Matthias Graf v.d. Schulenburg

11. September 2018

Das Hauptaugenmerk sollte auf dem nachhaltigen Aufbau der Beziehungen liegen.


Eine Welt Netzwerk Sachsen-Anhalt

06. September 2018

• Politikkohärenz für Entwicklung: Alle Politikbereiche tragen eine Mitverantwortung für Nachhaltige Entwicklung. Alle Maßnahmen müssen, aufeinander abgestimmt, den Zielen einer Nachhaltigen Entwicklungspolitik untergeordnet werden.

• SDG 12 (Stärkung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster): Laut einer Erhebung der IHK München/Oberbayern, sieht sich die Mehrzahl der Unternehmen bei diesem Ziel nicht in der Verantwortung. In einer globalisierten Welt, sind Konsum und Produktion unsere Unmittelbarste Verbindung in die Welt. Unser Agieren hat direkte Konsequenzen für andere Menschen und ist damit Chance und Risiko zugleich. Die Landesregierung muss sich für die Stärkung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster einsetzen.

• SDG 2 (Hunger Beenden, Nachhaltige Landwirtschaft fördern): Als stark landwirtschaftlich geprägtes Land, sollte Sachsen-Anhalt seine Kompetenzen einsetzen um zum Erreichen dieses Ziel beizutragen. Hierbei sollten die bereits bestehenden Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft mit Osun State (Nigeria) und der Hochschule Anhalt (Sektion Landwirtschaft) ausgebaut werden.

• SDG 4 (Bildung): Sachsen-Anhalt muss die Aktivitäten aus der BNE-Dekade weiterführen bzw. wieder aufnehmen und ausbauen. Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen sind als pädagogische Antworten auf die fortschreitende Globalisierung essenziell für die Zukunft des Landes.

• SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden): Das Land muss Capacity Building-Programme für Gemeinden und Landkreise auflegen, um Nachhaltige Kommunalentwicklung zu fördern. Insbesondere beim Thema nachhaltige Beschaffung gibt es großen Handlungsbedarf, den die Kommunen und Landkreise allein nicht bewältigen können.

• SDG 17 (Globale Partnerschaften stärken): Städte-, Schul- und Landespartnerschaften ausbauen und stärken, um die Kompetenzen des deutschen Föderalismus an andere Länder weitergeben zu können. Vorbild kann hier die Partnerschaft zwischen Wernigerode und Hoi An (Vietnam) sein.


Ulrike Eichstädt, Friedenskreis Halle e.V.

05. September 2018

Kommentare Friedenskreis Halle e.V.

- bezüglich der Ziele schließen wir uns den formulierten Zielen in den Entwicklungspolitisches Leitlinien in Thüringen an, die Ziele sind dort sehr gut zusammengefasst

 

-für uns als Organisation (Friedenskreis Halle e.v.) sind besonders wichtig:

- Unterstützung von Bildung für Demokratie und Menschenrechte sowie friedenspolitischer Bildung, im Austausch mit internationalen Partnern

 

Wichtige Ziele (angelehnt an Entwicklungspolitische Leitlinien des Landes Thüringen)

1. Bildung

Globales Lernen /Bildung für nachhaltige Entwicklung in der formalen Bildung stärken

Globales Lernen /BNE in der nonformalen Bildung unterstützen

weitere Internationalisierung von Wirtschaft und Forschung und stärkere Beachtung der entwickungspolitischen Projekte

 

2. Menschenrechte

-Menschenrechte, Demokratie und Vielfalt als Leitprinzipien in allen Politikfeldern

- Menschenrechtsbildung stärken

- Engagement für Frieden und Menschenrechte stärken

- für Nutzung der Möglichkeiten der demokratischen Mitbestimmung werden

 

3. Migration und Entwickung

- Migration als Bereicherung gestalten und die Integration fördern

- eine Migrationspolitik auf Bundes- und Landesebene unterstützen, die menschenrechtliche Gesichtspunkte und die Interessen der Herkunftsländer stärker einbezieht

 

4. Partnerschaft und Entwicklung

-Nord-Süd-Partnerschaften erhalten und ausbauen

- Kontakte des Landes mit dem Globalen Süden ausbauen

- Akteure (NGO, andere Akteure) im partnerschaftlichen Austausch unterstützen

 

5. Wirtschaft und Entwicklung

- Einsatz für ein gerechtes und transparentes Weltwirtschaftssystem

- Global nachhaltige Wirtschaftspolitik in Sachsen-Anhalt

- Beachtung entwicklungspolitischer Aspekte in der Aussenpolitik

- Unterstützung des nachhaltigen /fairen Konsums

- Verstärkung der fairen Beschaffung (im Land, in Behörden, Kommunen usw.)

 

6. Klima, Umwelt und Entwicklung

- Kampf gegen den Klimawandel als globales Problem,

- Eine erfolgreiche Energiewende ist auch entwicklungspolitisches Handeln

- Schonender Umgang mit Ressourcen als Beitrag zum Globalen Umweltschutz

- ökologische und naturverträgliche Land- und Forstwirtschaft

(quelle für Ziele: Entwicklungspolitische Leitlinien Thüringen, Feb. 2018)


L. Strohfeld

05. September 2018

Ich denke alle 17 Ziele der Agenda 2030 können sowohl auf nationaler/regionaler Ebene (Wirkung in Deutschland/in Sachsen-Anhalt) als auch auf globaler Ebene (Wirkung Deutschlands/Sachsen-Anhalts in Ländern des globalen Südens) betrachtet werden. Die entwicklungspolitischen Leitlinien und die Nachhaltigkeitsstrategie sollten unter dem Deckmantel Agenda 2030 zusammen gedacht und aufeinander abgestimmt werden.


Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

04. September 2018

Museen als Lernort für Globales Lernen entdecken!

Es ist wünschenswert, wenn in den Leitlinien Sachsen-Anhalts der Aspekt der außerschulischen Bildung für Nachhaltige Entwicklung Berücksichtigung findet, um diese in der Breite der Gesellschaft zu verankern. Die Sammlungen der großen und kleine Museen in Sachsen-Anhalt bieten vielfältige Ansätze für das Globale Lernen. Es ist zu wünschen, dass die Museen und ihre Sammlungen im Rahmen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung stärker als bisher als außerschulische Lernorte entdeckt werden und eine entsprechende Unterstützung erfahren.


Jörg Hahmann

31. August 2018

Alle 17 Themen sind wichtig. Aber „millionenschwere“ Projekte und große politische Themen (Armutsbekämpfung, Frieden, Klimaschutz, … ) sollten dem Bund (BMZ, GIZ) vorbehalten bleiben. Das LSA könnte Möglichkeiten z.B. mit IHK, Handwerkskammern, Berufsverbänden prüfen, um Projekte in ausgewählten Entwicklungsländern zu starten, i.b. auf dem Gebiet der Beschäftigungsförderung (Kleingewerbe, Handwerker, …), z.B. im Rahmen von Public-Privat-Projekten (PPP)


Kopf, Cornelia

19. August 2018

Ziel 1 - Keine Armut

Ziel 2 keinen Hunger / in unserem Bundesland ist die Landwirtschaft eine wichtiges Standbein. Diese KOmpetenz sollte genutzt werden um in anderen Ländern eine nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen. Aber auch in unserem Land sollte der Monokultur einhalt geboten werden.

Ziel 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden

Ziel 12 nachhaltiger Konsum und Produktion

Ziel 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele fördern

Eigentlich gibt es viele Verbindungen der 17 SDG zu unserem Bundesland. SElbst das Ziel die Bildung auszubauen und zu sichern ist eigentlich eines der grundlegenden Ziele . Hier wird ja das Wissen vermittelt, um zu Verstehen, zu Überdenken und dann zu handeln.


Ronald Zierau

09. August 2018

Bisher ist es anscheinend nicht möglich, dass das Land Sachsen-Anhalt konkrete Projekte unterstützen kann, die von Organisationen in Sachsen Anhalt (in diesem konkreten Fall für "Ingenieure ohne Grenzen") in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern entwickelt werden.