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Wirtschaftsministerium fördert Digitalprojekte für den Mittelstand mit rund 92 Millionen Euro

Digitalisierungskabinett/Willingmann: Wollen Angebote weiter verstärken

Die Digitalisierung hat in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen: Neben dem Ausbau zukunftsfähiger Breitbandnetze und öffentlicher WLAN-Angebote kommt auch die Nutzung digitaler Infrastrukturen in den Unternehmen voran. Ein Beleg dafür sind die stark nachgefragten Förderangebote des Wirtschaftsministeriums: Für rund 1.100 Digitalisierungsprojekte sind in den vergangenen Jahren Zuschüsse im Gesamtvolumen von rund 92 Millionen Euro bewilligt worden.

Um kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen, wurden über das Ende 2018 gestartete Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ mehr als 1.000 Vorhaben mit gut 67 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommen Zuschüsse von knapp 18 Millionen Euro an Unternehmen für 43 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich IKT. Unterstützt wurden auch der Aufbau von acht Digitalisierungszentren in Landkreisen und Städten sowie 38 weitere Vorhaben wie etwa die digitale Erschließung des Quedlinburger Domschatzes oder die Digitalisierungsoffensive des Handwerks im Gesamtvolumen von 7 Millionen Euro.

Dazu sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Mit einer breiten Palette maßgeschneiderter Fördermöglichkeiten unterstützen wir die Gestaltung der Digitalisierung in unserem Mittelstand. Diese Angebote wollen und müssen wir in den kommenden Jahren weiter verstärken, um heimische Unternehmen zukunftsfähig zu halten sowie hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Die Corona-Pandemie hat die ohnehin rasante technologische Entwicklung nochmals beschleunigt. Daher gilt es jetzt mehr denn je, den digitalen Anschluss zu halten, um im Aufschwung nach der Krise durchstarten zu können.“


Hintergrund:


Die Nachfrage bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach dem Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ ist so hoch, dass es seit dem Start Ende 2018 mehrfach aufgestockt wurde – von anfangs 14,2 Millionen Euro auf aktuell rund 67,1 Millionen Euro. Da auch die deutlich erhöhten Mittel bereits komplett gebunden sind, arbeitet das Wirtschaftsministerium mit Hochdruck an einer nochmaligen Aufstockung um 17 Millionen Euro aus dem EU-Coronafonds REACT, um die Förderung von rund 380 weiteren Digitalisierungsprojekten aus der Richtlinie „Digital Innovation“ zu ermöglichen. Aus diesem ersten Baustein des Programms „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ werden KMU bei der Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Geschäftsabläufen sowie der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle gefördert. Unterstützung für die Entwicklung interaktiver Inhalte und innovativer audiovisueller Medienproduktionen wie Apps und Websites gibt es über den zweiten Programm-Baustein, die Richtlinie „Digital Creativity“.

Ende 2020 verfügten 87,5 Prozent der privaten Haushalte im Land über Breitbandanschlüsse mit Downloadraten von mindestens 50 Megabit je Sekunde. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es 78,3 Prozent, Ende 2016 noch 48,4 Prozent. Der starke Zuwachs – der höchste im Vergleich der ostdeutschen Flächenländer – ist auch Ergebnis einer umfangreichen Förderung. Zur Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen dafür in Sachsen-Anhalt zwischen 2015 und Ende 2022 rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Neben dem flächendeckenden Breitbandausbau unterstützt das Wirtschaftsministerium auch den Aufbau von öffentlichem WLAN sowie den Ausbau und die Modernisierung nicht kommerzieller Freifunknetze: Landesweit sind für 61 solcher Projekte Fördergelder im Gesamtvolumen von rund 1,9 Millionen Euro bereitgestellt worden.

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