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Willingmann wirbt für gerechte Kostenverteilung bei der Förderung der Wasserstoff-Wirtschaft

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister spricht im Bundesrat

Der Bundesrat beschäftigt sich am heutigen Freitag mit der Förderung der Wasserstoff-Wirtschaft in Deutschland. Da die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse energieintensiv ist, sollen die Produktionsanlagen von der Zahlung der Netzentgelte für den benötigten Strom befreit werden. Sachsen-Anhalt schlägt in einem Antrag vor, die Kosten hierfür nicht in den regionalen Stromnetzen, sondern bundesweit umzulegen. Andernfalls würden Industriestandorten in denjenigen Regionen, in denen viel grüner Wasserstoff erzeugt wird, durch steigende Netzentgelte Wettbewerbsnachteile entstehen. Hierfür ist eine Ergänzung des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 118 Abs. 6 EnWG) notwendig, für die Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann im Bundesrat werben wird.

„Wenn wir unsere ehrgeizigen Klimaziele in den kommenden Jahren realisieren und eine treibhausgasneutrale Wirtschaft aufbauen wollen, müssen wir finanzielle Anreize für die Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien setzen“, erklärte Willingmann vorab. „Grüner Wasserstoff kann künftig insbesondere in der Grundstoffindustrie, also bei der Erzeugung von Stahl, Basischemikalien sowie Zement oder Aluminium zum Einsatz kommen, um dort die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.“

Der Gasekonzern Linde errichtet derzeit im Chemiepark Leuna (Saalekreis) für rund 60 Millionen Euro die weltgrößte Produktionsanlage zur Erzeugung und Verflüssigung von grünem Wasserstoff. Ab Mitte 2022 will der Konzern bis zu 3.200 Tonnen Wasserstoff mit zertifiziertem Ökostrom herstellen; später soll der benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen der Region bezogen werden. Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt unterstützt den Aufbau der zwei Elektrolyseure sowie die Errichtung des Wasserstoffverflüssigers mit 15 Millionen Euro aus der Investitionsförderung, der so genannten Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

An der Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse (Zerlegung von Wasser durch Strom in Wasserstoff und Sauerstoff) im industriellen Maßstab forschen auch die Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS (Halle). Ihre Forschungsvorhaben, darunter die Elektrolysetest- und -versuchsplattform ELP, unterstützt das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt mit mehr als acht Millionen Euro.

„Die Förderung von Investitionen und Forschungsaktivitäten ist von zentraler Bedeutung, jedoch nicht die einzige Stellgröße“, betonte Willingmann. „Wir müssen auch die regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Wasserstoff-Wirtschaft in den kommenden Jahren erfolgreich entwickeln kann.“ Sachsen-Anhalt wolle die Chancen nutzen, die grüner Wasserstoff bietet. „Gemeinsam mit unseren starken Industriepartnern wollen wir Sachsen-Anhalt zu einer führenden Wasserstoff-Modellregion entwickeln und die Grundlagen für eine moderne, treibhausgasneutrale Wirtschaft schaffen. Dies ist auch das Ziel, das wir in der Wasserstoff-Strategie der Landesregierung festschreiben werden, die aktuell erarbeitet wird.“

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