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Start des Wintersemesters: Mix aus Präsenz- und Digitallehre / Willingmann: „Hybrid ist Trumpf“

Corona-Überbrückungshilfen für Studierende: Nur gut ein Viertel abgeflossen

Als „wichtigen Schritt hin zu mehr Normalität“ hat Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann den Start ins Wintersemester 2020/21 bezeichnet. Anders als noch im Sommersemester setzen Sachsen-Anhalts Hochschulen in den kommenden Monaten wieder vorrangig auf Präsenzveranstaltungen, die aufgrund der weiterhin bestehenden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie aber möglichst auch digital zugänglich sein sollen.
 
Der Minister betont: „Im Wintersemester gilt: Hybrid ist Trumpf! Auf Dauer lebt Hochschule vom persönlichen Austausch der Studierenden wie auch der Lehrenden. Daher begrüße ich es ausdrücklich, dass unsere Hochschulen mit Blick auf das anhaltend niedrige Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder verstärkt auf Präsenzlehre setzen wollen.“ Das Wissenschaftsministerium unterstütze dies etwa dadurch, dass für die vorübergehende Anmietung größerer Räumlichkeiten bis auf Weiteres keine Genehmigung der Mietverträge mehr erforderlich ist. Daneben müsse man sich auch bei Haushaltsplanung und -vollzug über entsprechende zusätzliche finanzielle Leistungen Gedanken machen.

„Auch wenn die Präsenzlehre wieder Vorrang hat, muss es aber für eine gewisse Übergangszeit zusätzlich möglich sein, vielen Veranstaltungen online zu folgen“, sagt der Minister. Davon würden etwa ausländische Studierende profitieren, die aufgrund der Pandemie nicht nach Deutschland reisen können. Zudem habe das Sommersemester gezeigt, dass digitale Lehre viele Chancen bietet. „Hier haben wir für die Zukunft gelernt und wollen das Rad nicht mehr zurückdrehen.“
 
Willingmann dankte zudem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studentenwerke, die in den vergangenen Monaten zusätzlich die Bewilligung der Corona-Überbrückungshilfe des Bundes für Studierende umgesetzt haben. Dabei seien aber deutlich weniger Mittel abgeflossen als erwartet: „Von den zur Verfügung stehenden Zuschüssen in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro sind bis Ende September nur gut ein Viertel abgeflossen. Das zeigt, dass manche Studierende, die im Zuge des Lockdowns ihren Job verloren haben, sich schnell und flexibel umorientiert haben. Zugleich müssen wir den Bund fragen, ob die zur Verfügung gestellten Mittel auch deshalb nicht ausgereicht wurden, weil die Hürden zu hoch lagen und Studierende dadurch von Hilfsmaßnahmen ausgeschlossen blieben. Es spricht jedenfalls einiges dafür.“

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