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Mittelstand: Riesige Nachfrage zu Richtlinie „Digital Innovation“

Förderprogramm zur Digitalisierung wird um 10 Millionen Euro aufgestockt / Willingmann: „Unterstützung in neuer EU-Periode ausweiten“

Sachsen-Anhalts Wirtschaft macht sich fit für den digitalen Wandel: Die Nachfrage nach Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium ist sogar so groß, dass das Ende 2018 gestartete Förderprogramm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal deutlich aufgestockt wird. Durch Umschichtungen der EU-Mittel des Landes sollen weitere zehn Millionen Euro für Digitalisierungs-Projekte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung stehen.

Bereits Mitte 2019 war die Förderung für die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Geschäftsabläufen sowie die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle aus der Richtlinie „Digital Innovation“ kräftig erhöht worden – von ursprünglich 7 auf 27 Millionen Euro. Mit den in Kürze zur Verfügung stehenden 37 Millionen Euro, die sich aus dem Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE) speisen, können allein aus dieser Richtlinie rund 900 Digitalisierungs-Projekte in Unternehmen unterstützt werden.

Beim zweiten Baustein des Programms „Sachsen-Anhalt DIGITAL“, der Richtlinie „Digital Creativity“, konnten die Mittel dagegen nach der ersten Aufstockung Mitte 2019 nicht nochmals erhöht werden. Für die Förderung der Entwicklung interaktiver Inhalte und innovativer audiovisueller Medienproduktionen wie Apps und Websites standen bei Programmstart 7,2 Millionen Euro bereit, die Mitte 2019 um 5,2 Millionen Euro aufgestockt wurden. Durch die Vielzahl der Anträge sind inzwischen alle Mittel gebunden.

Dazu sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Wir sind vom riesigen Erfolg des Förderprogramms selbst ein wenig überrascht. Es ist sehr erfreulich, dass so viele sachsen-anhaltische Mittelständler sich dem digitalen Wandel stellen und Chancen nutzen wollen. Deshalb haben wir die branchenoffen angelegte Förderung aufgestockt und arbeiten parallel daran, weitere Mittel in Millionenhöhe umzuschichten. Zudem wollen wir die Unterstützung unserer KMU bei der Digitalisierung in der neuen EU-Förderperiode deutlich ausweiten.“

Das Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ wird im Auftrag des Wirtschaftsministeriums von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt umgesetzt.

Seit Programmstart im November 2018 sind insgesamt 994 Förderanträge (Stand: Mitte Januar 2020) eingegangen (872 für Richtlinie „Digital Innovation“ & 122 für Richtlinie „Digital Creativity“) – sie umfassen insgesamt ein beantragtes Fördervolumen von rund 45,8 Millionen Euro (34,03 Mio. Euro für „Digital Innovation“ & 11,74 Mio. Euro für „Digital Creativity“). Bislang wurden 312 Vorhaben bewilligt (267 für „Digital Innovation“ & 45 für „Digital Creativity“); vielen weiteren wurde der „vorzeitige Maßnahmebeginn“ erteilt – dadurch darf ein Projekt bereits vor der endgültigen Bewilligung gestartet werden. Lediglich 29 Anträge wurden abgelehnt. Hinter den 312 bewilligten Digitalisierungs-Vorhaben stehen eine Fördersumme von rund 16,3 Millionen Euro sowie ein Investitionsvolumen von rund 23,2 Millionen Euro.

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