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Ministerium und LAGB stellen Weichen für Sanierung alter Bergwerksstollen im Harz

Nach Austritt von belastetem Grubenwasser und Schlamm

Das Wirtschaftsministerium und das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) stellen die Weichen für die Sanierung zweier alter Bergbaustollen im Landkreis Harz. Mit Blick auf den jüngsten Austritt von belastetem Grubenwasser und Schlamm hat das LAGB für die Sicherung des Hagentalstollens Gernrode und des Schwefelstollens Alexisbad für die kommenden Jahre (von 2022 an) zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt rund 5,7 Millionen Euro beantragt.

Die zwei Stollen sind vor mehreren Jahrzehnten stillgelegt worden und unterliegen nicht mehr der Bergaufsicht. Daher ist das LAGB ausschließlich für die Abwehr geotechnischer Gefahren wie Tagesbrüche oder Senkungen zuständig, die im konkreten Fall jedoch nicht gegeben sind. Mit Blick auf den Schutz von Mensch und Umwelt haben sich die Bergbehörde sowie das Wirtschafts- und das Umweltministerium jedoch darauf verständigt, dass das LAGB in diesem Einzelfall die Sanierung beider Stollen trotz fehlender Zuständigkeit unterstützen und fachlich begleiten soll.

Die nachhaltige Sicherung des Hagentalstollens Gernrode soll auf Grundlage der vom Landkreis Harz beauftragten und von der EU geförderten „Konzeptplanung Hagentalstollen“ erfolgen. Geplant ist, den Hagentalstollen mit einem doppelten Dammbauwerk bei ca. Stollenmeter 700 zu verschließen und das anfallende Grubenwasser kontrolliert im Bergwerk anzustauen, bis der prämontane hydraulische Zustand sich wieder einstellt. Um festzustellen, ob und wie eine nachhaltige Sicherung des Schwefelstollens Alexisbad möglich ist, sollen umfangreiche Erkundungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dabei ist der in unmittelbarer Nähe gelegene St. Katharinenstollen mit einzubeziehen.

Hintergrund:
Aus dem Mundloch des Schwefelstollens in der Ortslage Alexisbad ist Anfang März Eisenhydroxidschlamm ausgetreten und hat sich auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern verteilt. Dabei wurde auch der am Mundloch vorbeiführende Selkewanderweg beeinträchtigt. Der Schlamm ist zum Teil auch über den Böschungsbereich in die Selke geflossen. Ursache ist aus Sicht des LAGB die ungewöhnlich schnelle Schneeschmelze. Dadurch ist viel Wasser in den Stollen eingedrungen und hat Schlammablagerungen mobilisiert. Der Gefahr von Schlammaustritten wird seit Jahren durch eine regelmäßige Kontrolle des Schlammspiegels an einem rund 15 Meter hinter dem Mundloch befindlichen Damm begegnet. Wird festgestellt, dass der Schlamm eine gewisse Höhe erreicht, wird der Schlamm vor der Staustufe abgepumpt und einer geordneten Entsorgung zugeführt (letztmalig im Dezember 2020). Das letzte Monitoring fand am 26. Februar 2021 statt und hatte keinen dahingehenden Handlungsbedarf erkennen lassen.

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