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Ministerium fördert Studie der Unimedizin Halle zur Erforschung von Corona-Langzeitfolgen

150.000 Euro für Ausweitung von „DigiHero“ auf südliches Sachsen-Anhalt

Das Wissenschaftsministerium fördert die Ausweitung der Langzeitstudie zur digitalen Gesundheitsforschung „DigiHero“ der Universitätsmedizin Halle (Saale) mit 150.000 Euro. Ein Konsortium aus fünf Kliniken und vier Instituten hatte bislang Menschen aus Halle (Saale) dazu befragt, wie sie mit der akuten Pandemie-Situation und den Eindämmungsmaßnahmen zurechtkommen. „Die Erhebung kann mit unserer Unterstützung nun über die Stadtgrenzen hinaus auf den Burgenlandkreis, Saalekreis und den Landkreis Mansfeld-Südharz ausgeweitet werden“, erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Freitag. Die Universitätsmedizin beabsichtigt, etwa 200.000 zufällig von den Einwohnermeldeämtern ausgewählte Haushalte anzuschreiben. Interessierte können sich zudem auf der „DigiHero“-Webseite (www.medizin.uni-halle.de/digihero) registrieren und Fragebögen ausfüllen.

Neben der Erforschung von Corona-Folgen soll die digital angelegte Studie perspektivisch auch als Basis für ein regionales Gesundheits-Monitoring genutzt werden. „Dies beinhaltet auch Langzeitfolgen viraler Infektionen wie das so genannte ‚Long-Covid-Syndrom‘. Die Erfahrungsberichte mehren sich, dass Menschen nach überstandener Infektion noch Beschwerden haben, obwohl sie als ‚geheilt‘ gelten. Wir haben allerdings bisher kaum Daten zu den langfristigen Folgen für die Gesundheit, die eine SARS-CoV-2-Infektion beziehungsweise eine COVID-Erkrankung hat, insbesondere für die Nieren- und Herzgefäße, oder aber welche Rolle eine überstandene COVID-Infektion bei Krebserkrankungen haben könnte. Je mehr Menschen mitmachen, desto differenzierter wird das Bild“, so Studienleiter Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk, Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik.

Wissenschaftsminister Willingmann betonte: „Die ‚DigiHero‘-Studie bietet Menschen in Halle und Umgebung die Chance auf ein langfristig angelegtes und wissenschaftlich begleitetes Gesundheits-Monitoring. Die Zwischenergebnisse aus Halle sind bereits sehr vielversprechend. Deshalb unterstützen wir jetzt auch die Ausweitung auf die Landkreise südlich von Halle. Perspektivisch sehen wir in der ‚DigiHero‘-Studie aber durchaus auch Potenzial für eine landes- oder gar deutschlandweite Studie zum Gesundheits-Monitoring. Auch bei ‚DigiHero‘ zeigt sich, dass die Digitalisierung große Chancen auch für die Erhebung wissenschaftlicher Daten und für die Gesundheitsversorgung bietet.“

Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät, erklärte: „Die Universitätsmedizin Halle hat auf diesem Gebiet einige Projekte und viel Erfahrung vorzuweisen. ‚DigiHero‘ reiht sich in den Forschungsschwerpunkt Versorgungsforschung bestens ein. Unser Förderantrag ist vom Ministerium in rekordverdächtiger Zeit bewilligt worden, das haben wir so auch noch nicht erlebt. Es freut uns außerordentlich, dass die Bedeutung der digitalen Epidemiologie gesehen wird. Da unsere Plattform rein digital aufgebaut ist, fördert dies die Digitalisierung in die Fläche und kann damit eine Vorreiterrolle spielen.“

Die hallesche Universitätsmedizin hatte die Studie bisher aus eigenen Mitteln finanziert.

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