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Ministerium schließt Auswirkungen auf die Wirtschaft nicht aus

China ist ein wichtiger Außenhandelspartner Sachsen-​Anhalts. Mit der Ausbreitung des Coronavirus in der Volksrepublik kann das Ministerium Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen in Sachsen-​Anhalt gegenwärtig nicht ausschließen.

Virusbedingte Einschränkungen bei Produktion, Handel und Mobilität

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die sachsen-anhaltische Wirtschaft können sich aus den direkten und indirekten Effekten der virusbedingten Produktions-, Handels- und Mobilitätseinschränkungen zusammensetzen. Vor dem Hintergrund der ausgeprägten Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Sachsen-Anhalt bzw. China und seinem Ausland kann nicht ausgeschlossen werden, dass es stellenweise zum Beispiel zu Nachfragerückgängen oder Lieferengpässen kommen könnte.

Eine genaue Quantifizierung der Auswirkungen ist nicht möglich, insbesondere da zurzeit noch keine abschließenden Angaben zu Dauer und Umfang der Produktions-, Handels- und Mobilitätseinschränkungen gemacht werden können.

Selbst führende Ökonomen machen keine quantifizierten Aussagen zu den Auswirkungen in Deutschland. Es wird vielmehr davor gewarnt, dass die „Panikmache“ stärkere Auswirkungen haben könnte als die Krankheit selbst.

China unter den TOP 10 bei Importen und Exporten

China befindet sich unter den TOP 10-Einfuhr- und Ausfuhrländern der sachsen-anhaltischen Unternehmen (Import: Platz 3, Export: Platz 8). Die jeweiligen Warenwerte der Im- und Exporte von und nach China weichen nicht so stark von denen anderer Länder ab, so dass von einer ausgewogenen Diversifizierung der Handelsverflechtungen von Sachsen-Anhalt ausgegangen werden kann.

Touristen aus China in Sachsen-Anhalt

2019 hatte Sachsen-Anhalt 3413 Ankünfte (-2,5 %) und 8211 Übernachtungen (-19,8 %) chinesischer Touristen im Zeitraum Januar bis September zu verzeichnen, also weniger Touristen als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen beziehen sich allerdings mutmaßlich auf die Zeit vor Ausbruch des Virus.

Vergleichsweise waren aus dem niederländischen Markt im gleichen Zeitraum 36.527 Ankünfte und 83.054 Übernachtungen zu verzeichnen. Aus dem Ausland gesamt beliefen sich die Ankünfte auf 222.356 und die Übernachtungen auf 463.473 im Betrachtungszeitraum.

Die Bedeutung des chinesisches Marktes ist für die Tourismusbranche gering, es wird somit nicht mit relevanten Auswirkungen auch die Tourismuswirtschaft gerechnet.

Unterstützung des Bundes und der Landesregierung: Förderdarlehen und Bürgschaften

Die Landesregierung muss sich weiter besonnen auf alle möglichen Szenarien einstellen. Bund und Länder verfügen bereits über ein breites Instrumentarium an öffentlichen Förderdarlehen und Bürgschaften, um gegebenenfalls Liquiditätsengpässe bei Unternehmen zu überbrücken.

Je nach Entwicklung wird rechtzeitig geprüft, ob dieses Instrumentarium zur Sicherung der Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt ausreicht. Bereits aus früheren Handelsrisiken - ob politischer oder wirtschaftlicher Natur - haben die außenhandelsorientierten Unternehmen im Land die Lehre gezogen, sich nicht nur auf einen Auslandsmarkt zu konzentrieren, sondern verschiedene Märkte rund um den Globus ins Auge zu fassen. 

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Internet
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
Fax: +49 391 567-4443
presse(at)mw.sachsen-anhalt.de

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