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Wissenschaft in Sachsen-Anhalt: Auswirkungen und Regelungen

Die Corona-Pandemie hat umfangreiche Auswirkungen auf Hochschulen, Forschungsinstitute und Universitätskliniken in Sachsen-Anhalt. Hier informieren wir zu aktuellen Forschungsprojekten sowie Entwicklungen und Entscheidungen, die unsere Einrichtungen betreffen.

Corona-Forschungsprojekte

  • Studie „SeMaCo“: Serologische Untersuchungen bei Blutspendern des Großraumes Magdeburg auf Antikörper gegen SARS-CoV-2

    Wie verbreitet ist das Corona-Virus im Großraum Magdeburg tatsächlich? Wie verläuft die Pandemie? Und wie wirksam sind Maßnahmen zur Eindämmung? Diesen Fragen gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Magdeburg derzeit in der Studie „SeMaCo“ (Serologische Untersuchungen bei Blutspendern des Großraumes Magdeburg auf Antikörper gegen SARS-CoV-2) nach. Das Forscherteam um Prof. Dr. Achim Kaasch (Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene) und Prof. Dr. Hans-Gert Heuft (Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit der Blutbank) wird dabei mit 240.000 Euro durch das Wissenschaftsministerium unterstützt.

    Pressemitteilung: Minister und Unimedizin Magdeburg geben Einblick in aktuelle Projekte

  • Informationen über den weitgehend unerforschten SARS-CoV-2-Virus sammeln die Magdeburger Forscher auch in weiteren, großangelegten Studien. Ein Vorhaben untersucht etwa die Immunreaktion bei einer Corona-Infektion; die Erkenntnisse könnten entscheidend zur Entwicklung eines Impfstoffes beitragen. In weiteren Projekten wird erforscht, welchen Einfluss bestimmte Erkrankungen, Impfungen oder Medikamente auf das Risiko einer COVID-19-Infektion haben, wie sich die Symptome im Zuge einer Infektion entwickeln sowie welche Auswirkungen die Corona-Pandemie u.a. für die Risikogruppe älterer Menschen, Pflegepersonal und pflegende Angehörige hat. Zudem ist in Magdeburg das deutschlandweit einmalige „AKTIN-Register“ entwickelt worden, durch welches das Robert Koch-Institut seit März täglich wichtige Echtzeit-Daten zur Lage in deutschen Notaufnahmen während der COVID-19-Pandemie erhält.

  • Die Unimedizin Magdeburg beteiligt sich darüber hinaus am „Nationalen Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin im Kampf gegen COVID-19“. Das Netzwerk erforscht, wie Corona-Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden können. Koordiniert wird das Forschungsnetzwerk von der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

  • RESTART-19: Risk prEdiction of indoor SporTs And cultuRe events for the Transmission of COVID-19
    Simulationen zum Übertragungsrisiko von COVID-19 im Rahmen von Sport- und Kultur-Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen

    Die Zukunft der Kultur- und Sportveranstaltungsbranche und der Fortbestand traditionsreicher, aber von TV-Einnahmen weniger gesegneter Profi-Sportarten, ist schwer. Eine Rückkehr zu großen Konzerten oder Handballspielen in einer Arena scheint wegen des Ansteckungsrisikos mit dem Corona-Virus nahezu ausgeschlossen. Das Forschungsprojekt RESTART-19 untersucht evidenzbasiert und mit wissenschaftlichem Studiendesign die Risiken von Großveranstaltungen in Hallen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, wie diese wieder stattfinden könnten. Das Projekt wird aus Eigenmitteln der Universitätsmedizin Halle (Saale) finanziert. Das Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt und der Freistaat Sachsen unterstützen das länderübergreifende Projekte mit jeweils 410.900 Euro.

    Pressemitteilung: Sänger Tim Bendzko unterstützt Corona-Experiment RESTART-19 der Universitätsmedizin Halle mit Konzertsimulation

    restart19.de

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Informationen für Hochschulangehörige

  • Start des Wintersemesters: Mix aus Präsenz- und Digitallehre / Willingmann: „Hybrid ist Trumpf“
    Als „wichtigen Schritt hin zu mehr Normalität“ hat Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann den Start ins Wintersemester 2020/21 bezeichnet. Anders als noch im Sommersemester setzen Sachsen-Anhalts Hochschulen in den kommenden Monaten wieder vorrangig auf Präsenzveranstaltungen, die aufgrund der weiterhin bestehenden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie aber möglichst auch digital zugänglich sein sollen.

  • Regelstudienzeit soll in Sachsen-​Anhalt um ein Semester verlängert werden: Die Corona-​Pandemie hat den Studienbetrieb in Sachsen-​Anhalt im Sommersemester 2020 erheblich beeinträchtigt: Die Hochschulen des Landes haben Mitte März kurzfristig auf Online-​Lehre umgestellt; rund 54.000 Studierende waren gefordert, sich flexibel auf die Krisensituation einzustellen. Nachteile sollen den Studierenden aus der Krisenzeit und der erforderlichen Neuorganisation des Lehrbetriebs im Sommersemester 2020 jedoch nicht entstehen. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat 25. August 2020 im Kabinett angekündigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. „Wir beabsichtigen, die Regelstudienzeit wegen der erheblichen pandemiebedingten Beschränkungen im Sommersemester 2020 um ein Semester zu verlängern. So stellen wir sicher, dass Studierende insbesondere bei Ansprüchen auf BAföG-​Leistungen keinen Nachteil erleiden“, erklärte der Minister. 

  • Überbrückungshilfe für Studierende wird verlängert: Die Überbrückungshilfe für Studierende, die infolge der Corona-Pandemie in besonders akuter Not und unmittelbar auf Hilfe angewiesen sind, wird verlängert. Betroffene Studierende können die Überbrückungshilfe in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses auch im September bei ihrem Studenten- oder Studierendenwerk beantragen. Mehr erfahren
  • Einrichtungen der Hochschulgastronomie der Studentenwerke Sachsen-Anhalt können unter Beachtung der Hygienevorschriften wieder öffnen.

  • Bund startet Zuschuss-Programm für Studierende: Studierende, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, können seit dem 16. Juni Zuschüsse des Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragen. „Die Corona-Krise hat auch Studierende hart getroffen. Der Bund ergänzt bereits bestehende Hilfsprogramme unserer Studentenwerke. Davon sollten Studierende ohne Scheu Gebrauch machen!“, so Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. Die Zuschüsse können online bei den zuständigen Studentenwerken beantragt werden: www.überbrückungshilfe-studierende.de
     
  • Hilfspaket des Bundes für Studierende: Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann begrüßt das Hilfspaket des Bundes für Studierende (BMBF-Pressemitteilung): „Die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder haben sich in den vergangenen Wochen nachdrücklich dafür eingesetzt, dass auch für Studierende, die durch Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und keinen Anspruch auf BAföG haben, eine unbürokratische, bundeseinheitliche Lösung gefunden wird. Insofern freue ich mich, dass dies jetzt gelungen ist und man insofern sagen kann: Besser spät als nie!“
  • Keine Nachteile beim BAföG: Studierende erhalten trotz der Verschiebungen des Präsenz-Lehrbetriebs auch weiterhin BAföG in voller Höhe. Soweit eine Verzögerung des Studienablaufs durch COVID-19 zu einer Überschreitung der Regelstudienzeit und damit zu einer Überschreitung der Förderhöchstdauer beim BAföG führt, ist eine Weiterförderung für einen angemessenen Zeitraum (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG) – auch nach Zusage des Bundes – gesichert. Dasselbe gilt z. B. für Fristen für Leistungsnachweise, die aufgrund der Verzögerung nicht termingerecht eingereicht werden können.

    BAföG-Geförderten, die in dieser Ausnahmesituation im Gesundheitswesen oder sozialen Einrichtungen im Kampf gegen die Pandemie mitarbeiten, wird der Hinzuverdienst nur für die Zeit ihrer Tätigkeit angerechnet.

Weitere Informationen finden Hochschulangehörige auf den Webseiten ihrer Hochschule:

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Informationen der Universitätskliniken in Sachsen-Anhalt

Für die Universitätsklinika Sachsen-Anhalts gelten besondere Besuchsregeln, die Sie hier nachlesen können. Da sich die Besuchsregeln mit steigenden Corona-Neuinfektionen jederzeit ändern können, informieren Sie sich bitte auch tagesaktuell auf den Webseiten der Universitätsklinka.

Universitätsklinikum Magdeburg: Auf Grund der steigenden Infektionszahlen in und um Magdeburg sind ab 23. Oktober 2020 keine Besuche von Patientinnen und Patienten mehr erlaubt. Nur in begründeten Fällen sind Ausnahmen möglich. Dazu gehören Kinder unter 18 Jahren sowie für Angehörige von Schwerstkranken in Rücksprache mit den behandelnden Ärzten.

In der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin ist die Begleitung von Schwangeren durch eine Bezugsperson (in der Regel der Kindsvater) im Kreißsaal zulässig. Diese Ausnahmen sind unter Einhaltung strengster Hygieneregeln möglich.

Universitätsklinikum Halle (Saale): Besuche sind ausschließlich auf Wunsch des Patienten und nach Risikoabwägung durch das behandelnde medizinische Personal für eine Stunde pro Tag möglich. Es gilt die Formel 1x1x1, das heißt, jeder Patient darf täglich maximal einen Besucher für eine Stunde empfangen. Auch für Begleitpersonen gilt die 1x1 Regel, das bedeutet: Pro Patient ist eine Begleitperson erlaubt.

Weitere Informationen zu Anmeldung und Zugang


Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz  sowie das Einhalten der vorgeschriebenen Mindestabstandsregel von 1,5 m haben höchste Priorität.

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Kontakt für Journalisten

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
E-Mail: presse(at)mw.sachsen-anhalt.de

Downloads

Fortschreibung des Sachsen-Anhalt-Plans
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8. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung
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Hygienekonzept für Gastronomie und Hotellerie
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Sachsen-​Anhalt-Plan: Landesregierung beschließt Zeitplan für Lockerung von Corona-​Maßnahmen
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Pandemieplan des Landes-Sachsen-Anhalt 2020
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