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Sachsen-Anhalt – Land der Zukunftstechnologien

Kurzbilanz der Legislaturperiode 2016-2021

In den vergangenen fünf Jahren hat sich Sachsen-Anhalt verstärkt zu einem attraktiven Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort entwickelt. Unternehmen wie Progroup, UPM und Farasis investieren hunderte Millionen Euro und schaffen hochwertige Arbeitsplätze. Das Ministerium hat diese Entwicklung mit einer engeren Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft forciert und Weichen gestellt, damit sich Sachsen-Anhalt zum Land der Zukunftstechnologien entwickelt.

Unternehmen investieren trotz Corona-Pandemie

  • Die vom Land geförderten Investitionsvorhaben nationaler und internationaler Investoren werden sich bis Mitte 2021 voraussichtlich auf rund vier Milliarden Euro summieren. In der Legislaturperiode von 2011 bis 2016 lag der Wert bei 3,1 Milliarden Euro.
     
  • Mehr als 6.000 neue Arbeitsplätze werden durch die Unternehmensinvestitionen geschaffen.

Sachsen-Anhalt hat sich zu einem attraktiven Investitionsstandort entwickelt, das belegen zahlreiche Ansiedlungsentscheidungen der vergangenen vier Jahre. Die Progroup AG hat 2020 eine der modernsten Papierfabriken der Welt für rund 500 Millionen Euro in Sandersdorf-Brehna in Betrieb genommen – nach nur 18 Monaten Bauzeit. Der chinesisch-amerikanische Konzern Farasis errichtet für rund 600 Millionen Euro eine Fabrik für E-Auto-Batterien in Bitterfeld-Wolfen, der finnische Konzern UPM eine Bioraffinerie für rund 550 Millionen Euro in Leuna. Porsche baut mit der Schuler AG für rund 100 Millionen Euro ein modernes Presswerk in Halle. Allein die vom Land geförderten Investitionsvorhaben nationaler und internationaler Investoren werden sich bis Mitte 2021 voraussichtlich auf rund vier Milliarden Euro summieren.

Neben Neuansiedlungen flossen zudem mehrstellige Millionenbeträge in Standorterweiterungen. So gab der südkoreanische Konzern Hanwha Q Cells 2020 bekannt, 125 Millionen Euro in sein Solar-Forschungszentrum in Thalheim zu investieren. Der japanische Batterie- und Brennstoffzellen-Spezialist Horiba FuelCon erweitert für 30 Millionen Euro sein Testzentrum in Barleben und will damit auch den geplanten „E-Mobility-Campus“ entscheidend vorantreiben.

Die Investitionen und Ansiedlungen der vergangenen vier Jahre haben gemein, dass es im Regelfall um Zukunftstechnologien und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze geht. Sachsen-Anhalt hat sich somit durch gezielte Förderung und Weichenstellungen verstärkt zu einem Land der Zukunftstechnologien entwickelt. Insbesondere in den Bereichen Automotive, Chemie, Medizintechnik, Bioökonomie und Biotechnologie hat das Land auch in den kommenden Jahren enorme Wachstumsperspektiven.

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Passgenau Unterstützung für Gründer und Start-ups

  • Attraktive Darlehen und Zuschüsse: Seit 2017 wurden Förderungen im Gesamtvolumen von gut 42,4 Millionen Euro ausgereicht.

  • Das neue Gründerportal des Landes Sachsen-Anhalt geht im Herbst 2020 online und ist die digitale Anlaufstelle für heimische Gründungswillige sowie Start-ups, die nach Sachsen-Anhalt kommen wollen. 

Seit 2017 wird die Förderung von Unternehmensnachfolgen und Gründungen noch stärker forciert: Das Wirtschaftsministerium legte über die Investitionsbank (IB) den Mittelstands- und Gründerfonds, den KMU-Folgefonds sowie speziell für das Handwerk die Meistergründungsprämie erfolgreich neu auf. So wurden von 2017 bis Ende März 2021 527 Förderungen im Gesamtvolumen von gut 42,4 Millionen Euro durch die IB bewilligt. Mit 39,5 Millionen Euro entfällt der Großteil auf 235 Darlehen aus den beiden genannten Fonds. Über die Meistergründungsprämie sind 292 Zuschüsse im Gesamtvolumen von 2,92 Millionen Euro für die Gründung oder Übernahme von Handwerksbetrieben ausgereicht worden

Um Gründungsinteressierte noch stärker auf die Angebote und Möglichkeiten in Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen und den Weg in die Selbstständigkeit oder zur Unternehmensnachfolge aktiv zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium im Oktober 2020 das neue Gründer-Portal "HIER. we go!" des Landes Sachsen-Anhalt gelauncht. Der interaktive Online-Auftritt unter www.hier-we-go.de ist die digitale Anlaufstelle für heimische Gründungswillige sowie Start-ups, die nach Sachsen-Anhalt kommen wollen. Angebote und Kontakte werden transparent gebündelt und lassen sich zudem nutzerorientiert und nach Regionen filtern. Hier finden sich Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, Ansprechpartner, Beratungsstellen, Checklisten und Tipps sowie relevante Gesetze und Regelungen. Das Portal ist modern und übersichtlich aufgebaut, für alle mobilen Endgeräte geeignet (responsiv) und enthält auch interessante Gründergeschichten aus Sachsen-Anhalt. 

Das Gründungsgeschehen im Land hat zuletzt deutlich an Schwung gewonnen. Im aktuellen „KfW-Gründungsmonitor 2020“ belegt Sachsen-Anhalt im Ländervergleich Platz 12 – nach Platz 15 im Jahr zuvor. Im Durchschnitt der Jahre 2017-2019 kam Sachsen-Anhalt auf 83 Gründungen je 10.000 Erwerbsfähige. In den Drei-Jahres-Zeiträumen davor waren es 77 (2016-2018) bzw. 60 (2015-2017). Zum Vergleich: Thüringen verbuchte 2017-2019 rund 71 Gründungen je 10.000 Erwerbsfähige, in Sachsen waren es 86.

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Digitaler Wandel nimmt deutlich Fahrt auf

  • Ende 2020 hatten 87,5 Prozent der Haushalte Zugang zu schnellen Internetverbindungen mit Downloadraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. 2016 hatte nicht mal jeder zweite Haushalt in Sachsen-Anhalt schnelles Internet.

  • Über das Programm Sachsen-Anhalt DIGITAL hat das Wirtschaftsministerium die Digitalisierung von Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro unterstützt.

Der Breitbandausbau in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren stark beschleunigt. Ende 2020 verfügten 87,5 Prozent der privaten Haushalte im Land über Anschlüsse mit Downloadraten von mindestens 50 Megabit je Sekunde. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es 78,3 Prozent, Ende 2016 noch 48,4 Prozent. Besonders stark zugelegt hat im vergangenen Jahr die Verfügbarkeit von Gigabit-Anschlüssen: Ende 2020 hatte fast jeder fünfte Haushalt im Land (19,1 Prozent) Zugang zu Downloadraten von mindestens einem Gigabit je Sekunde. Deren Anteil hat sich damit im Vergleich zu Ende 2019 (9,5 Prozent) verdoppelt; bis Ende 2021 soll er auf rund 30 Prozent steigen. Im Ländervergleich weist Sachsen-Anhalt damit die höchste Zuwachsrate aller ostdeutschen Flächenländer auf. Durch den Anschluss von 450.000 Haushalten innerhalb von nur vier Jahren konnte das Land Rückstände beim Ausbau aufholen und bereits Ende 2019 die „rote Laterne“ abgeben.

In den kommenden Jahren soll der Ausbau digitaler Infrastrukturen konsequent fortgeführt werden. Die Gigabit-Strategie des Landes sieht vor, dass bis 2025 allen Unternehmen und Haushalten Internetanschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Zudem soll das Mobilfunknetz verbessert und der 5G-Ausbau vorangetrieben werden. Aktuell verfügen 12 Prozent der Haushalte in Sachsen-Anhalt über Anschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von 1.000 Megabit pro Sekunde, bereits bis Ende 2021 soll der Anteil auf mehr als 30 Prozent steigen.

Digitalisierung umfasst jedoch mehr als den Ausbau von Infrastrukturen. Vor diesem Hintergrund wurde die „Digitale Agenda für das Land Sachsen-Anhalt“ erarbeitet und Ende 2017 von der Landesregierung beschlossen. Von den 130 Maßnahmen u.a. in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kultur, öffentliche Verwaltung befindet sich die überwiegende Mehrheit in der Umsetzung, bis 2024 sind hierfür rund 351 Millionen Euro veranschlagt.

Auf großes Interesse seitens der Unternehmen ist das Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“ gestoßen, das vom Wirtschaftsministerium bereits 2018 aufgelegt und mehrfach finanziell aufgestockt wurde. Über das Programm unterstützt das Ministerium u. a. die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Geschäftsabläufen sowie die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. In nur zwei Jahren sind mehr als 1000 Förderanträge eingegangen, mehr als 50 Millionen Euro wurden ausgereicht.

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Rekordwerte bei Gästen und Übernachtungen

  • Die Übernachtungszahl erreicht 2019 mit 8,6 Millionen Übernachtungen einen Allzeitrekord.

  • Um nach den coronabedingten Einbrüchen wieder auf den erfolgreichen Wachstumskurs zurückzukehren, hat das Wirtschaftsministerium eine neue Tourismusstrategie für Sachsen-Anhalt entwickelt. 

Die Gäste- und Übernachtungszahlen des Jahres 2019 bestätigen erneut, dass das Tourismusaufkommen ein stabiler Wirtschaftsfaktor für Sachsen-Anhalt ist. Mit 3,6 Mill. Gästen gab es gegenüber 2018 einen Zuwachs von 5,0 % bzw. rund 171 000 Gästen. Die Übernachtungszahl im Jahr des 100-jährigen Bauhaujubiläums erreichte mit 8,6 Mill. Übernachtungen einen Allzeitrekord. Das waren 5,0 % bzw. knapp 410 300 Übernachtungen mehr als 2018 und 6,3 % mehr als 2017, dem Jahr des Reformationsjubiläums. Im Zehnjahresvergleich zu 2009 kamen sogar 34,2 % mehr Gäste nach Sachsen-Anhalt und buchten 28,2 % mehr Übernachtungen.

Mit dem vom Wirtschaftsministerium enwickelten Masterplan Tourismus 2027 soll diese Erfolgsgeschichte auch nach der Corona-Pandemie fortgeschrieben werden. Erhebungen des Statistischen Landesamtes belegen deutlich, dass auch Sachsen-Anhalts Beherbergungsbetriebe in den Lockdown-freien Monaten von Pfingsten bis in den Herbst 2020 vom Trend zum Deutschland-Tourismus profitiert haben. Mit dem „Masterplan Tourismus 2027“ steht ein transparentes und zugkräftiges Programm für mehr Qualität und Quantität im Sachsen-Anhalt-Tourismus zur Verfügung. Das Ziel ist, die Tourismuswirtschaft möglichst schnell zurück in die Erfolgsspur zu bringen und an den langjährigen Wachstumstrend anzuknüpfen.

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Wissenschaftsstandort nachhaltig gestärkt

  • Bis 2024 wird das Budget für die sieben staatlichen Hochschulen des Landes bei rund 383 Millionen Euro pro Jahr liegen und damit rund 18 Prozent (59 Millionen Euro pro Jahr) höher ausfallen als im Jahr 2016.

  • Das neue Hochschulgesetz erleichtert Ausgründungen, stärkt die Autonomie der Hochschulen und Mitbestimmungsrechte aller Hochschulmitglieder.

Wissenschaft und Wirtschaft enger miteinander zu verzahnen, war ein zentrales Ziel in dieser Legislaturperiode. Denn die Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land sind weithin die Innovationsmotoren und Fachkräfteschmieden. Die Möglichkeit, mit Hochschulen und Forschungsinstituten eng zu kooperieren und den Fachkräftebedarf sicherzustellen, ist nicht nur für die Unternehmen in Sachsen-Anhalt hoch attraktiv, sondern im Wettbewerb um Ansiedlungen auch ein gewichtiger Standortvorteil für das Land.

Kontinuierlich ausgeweitet wurden auch die Investitionen in die Wissenschaftslandschaft. In der aktuellen EU-Förderperiode (2014-2020) wurden mehr als 280 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit mehr als 100 Millionen Euro unterstützt. Zudem hat das Ministerium in den vergangenen Jahren rund 150 Millionen Euro für den Ausbau der wirtschaftsnahen Forschungsinfrastruktur bereitgestellt.
2020 hat etwa der Medizintechnik-Forschungscampus STIMULATE seinen Betrieb im Magdeburger Wissenschaftshafen aufgenommen. Zudem hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums 2019 den ehemaligen Verkehrsflughafen in Cochstedt übernommen, um ihn zu einem nationalen Testzentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme weiterzuentwickeln und damit einen weiteren Leuchtturm für Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt zu schaffen.

Nachhaltig gestärkt wurde auch der Hochschulstandort Sachsen-Anhalt mit seinen rund 54.000 Studierenden: Im Mai 2020 hat der Landtag das neue Hochschulgesetz verabschiedet. Hochschulen, deren wissenschaftliches Personal und interessierte Partner aus der Wirtschaft können künftig leichter gemeinsame Unternehmen gründen oder sich an diesen beteiligen. Das Ministerium verspricht sich davon einen weiteren Schub für das Gründungsgeschehen im Land. Darüber hinaus sieht das Gesetz weitere Neuerungen vor, unter anderem wurden die Autonomie der Hochschulen sowie die Mitbestimmungsrechte aller Hochschulmitglieder gestärkt.

Im Sommer 2020 folgte der erfolgreiche Abschluss der Zielvereinbarungen. Bis 2024 wird das Budget für die sieben staatlichen Hochschulen des Landes bei rund 383 Millionen Euro pro Jahr liegen und damit rund 18 Prozent (59 Millionen Euro pro Jahr) höher ausfallen als im Jahr 2016. In dieser Legislatur wurde erstmalig ein Inflationsausgleich für die Hochschulen eingeführt; ebenso trägt das Land sämtliche Tarifsteigerungen. Die Hochschulen verfügen damit auch in Krisen-Zeiten über verlässliche finanzielle Perspektiven.

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Kontakt für Journalisten

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
E-Mail: presse(at)mw.sachsen-anhalt.de

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